Quittengelee mit nur 4 Zutaten: unwiderstehlich lecker
Quittengelee gehört für mich zu den schönsten Dingen, die der Herbst zu bieten hat.
Aus den harten, duftenden Früchten entsteht ein goldgelber, klarer Brotaufstrich mit feinem Aroma.
Wenn die Gläser auf dem Frühstückstisch stehen, schmeckt jeder Morgen ein bisschen gemütlicher.
Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie das Rezept gelingt und worauf es wirklich ankommt.

Table of Contents
Warum ist Quittengelee so besonders?
Quitten kannst du in der Regel nicht roh essen. Sie sind hart, herb und trocken. Erst durch das Kochen zeigen sie, was in ihnen steckt: ein intensives, blumig-fruchtiges Aroma, das du so bei keiner anderen Frucht findest.
Dazu kommt, dass Quitten von Natur aus viel Pektin enthalten. Genau das macht sie so gut geeignet für Gelee. Es wird fest, glänzt wunderschön und bleibt wunderbar klar, wenn du den Saft in Ruhe abtropfen lässt.
Und noch etwas: Quittengelee ist ein tolles Mitbringsel. Ein hübsches Glas mit Etikett kommt immer gut an, ob zu Weihnachten oder einfach so zwischendurch.
Zutaten
Für etwa 6 Gläser mit je 250 ml brauchst du:
- 1,5 kg Quitten
- 1 Zitrone (für den Saft)
- ca. 1,5 Liter Wasser
- 1 Liter Quittensaft (entsteht beim Kochen und Abtropfen)
- 1000 g Gelierzucker 1:1 (mit Zucker und Geliermittel)
Quitten richtig vorbereiten
Die Früchte haben einen feinen, flaumigen Belag. Reibe ihn vor dem Waschen mit einem trockenen, rauen Tuch ab. Braune oder schwarze Flecken auf der Schale sind meistens harmlos. Das Kerngehäuse solltest du aber immer entfernen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Wasser in einen großen Topf geben und den Saft der Zitrone dazugeben.
Die Säure verhindert, dass die Quitten braun werden. - Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben, waschen und grob würfeln. Blüten- und Stielansatz sowie das Kerngehäuse herausschneiden.
- Die Würfel sofort in den Topf geben. Sie sollten leicht mit Wasser bedeckt sein, bei Bedarf noch etwas Wasser und Zitronensaft nachgeben.
- Alles aufkochen und dann bei kleiner Hitze 2 bis 3 Stunden weich köcheln lassen.
- Ein Passiertuch in ein Sieb legen und über einen großen Topf hängen. Den leicht abgekühlten Inhalt hineingeben und am besten über Nacht abtropfen lassen.
Nicht drücken oder pressen, sonst wird das Gelee trüb. - Den Saft abmessen und mit der gleichen Menge Gelierzucker mischen. Auf 1 Liter Saft kommen also 1000 g Gelierzucker.
- Unter Rühren aufkochen und Schaum abschöpfen. Die Kochzeit richtet sich nach der Packungsanleitung des Gelierzuckers.
- Das heiße Quittengelee sofort in saubere Gläser füllen und fest verschließen. Die Gläser 5 bis 10 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen und abkühlen lassen.
Die besten Tipps und Tricks
Damit dein Quittengelee richtig schön wird, helfen dir diese Kleinigkeiten:
- Verarbeite die Quitten möglichst frisch. Bei langer Lagerung baut sich das Pektin langsam ab.
- Gib die Würfel sofort ins Zitronenwasser, damit sie hell bleiben.
- Lass den Saft in Ruhe durchlaufen. Wer ihn auspresst, bekommt ein trübes Gelee.
- Spüle die Gläser vorher heiß aus, damit sich das Gelee länger hält.
- Halte dich an die Angaben auf dem Gelierzucker, denn die Kochzeit unterscheidet sich je nach Hersteller.
Aromen und Variationen
Quittengelee lässt sich schön abwandeln. Zimt, Nelken, Sternanis oder Vanille passen sehr gut dazu. Auch Ingwer oder Orangenschale geben dem Gelee eine besondere Note. Wenn du einen Schuss Rum, Cognac oder Likör möchtest, gib ihn erst nach dem Kochen dazu.
Ideen und Inspiration
Am einfachsten isst du das Gelee natürlich aufs Brot oder Brötchen. Es schmeckt aber auch zu Käse, besonders zu mildem Frischkäse oder Camembert, richtig gut.
Ein paar weitere Ideen:
- Als Füllung für Plätzchen, Krapfen oder Dominosteine
- Als Glasur auf Kuchen und Torten
- Zum Verfeinern von Soßen zu Fleisch und Wild
- Als selbst gemachtes Geschenk in kleinen Gläsern
Die Reste im Passiertuch musst du übrigens nicht wegwerfen. Daraus kannst du noch Quittenbrot machen.
[Interner Link: Quittenbrot Rezept]
Fazit
Quittengelee braucht etwas Geduld, aber wenig Aufwand. Du kochst die Früchte weich, lässt den Saft über Nacht abtropfen und kochst ihn mit Gelierzucker ein. Heraus kommt ein klarer, aromatischer Aufstrich, der nach Herbst schmeckt. Probier es aus, am besten gleich mit ein paar Gläsern mehr zum Verschenken.
[Interner Link: weitere Rezepte für Marmelade und Gelee]
FAQ
Wie lange ist selbst gemachtes Quittengelee haltbar?
Gut verschlossen und kühl gelagert hält es sich mehrere Monate, oft sogar ein Jahr. Geöffnete Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren und zügig essen.
Warum wird mein Quittengelee trüb?
Meistens liegt es daran, dass das Fruchtfleisch im Passiertuch ausgedrückt wurde. Lass den Saft einfach in Ruhe abtropfen, dann bleibt das Gelee klar.
Kann ich Quittengelee auch ohne Gelierzucker kochen?
Ja, das geht, denn Quitten enthalten viel Pektin. Du musst aber mit einer längeren Kochzeit rechnen und die Gelierprobe machen, damit es sicher fest wird.
[ weitere Rezepte ]
- Maronen-Honig-Eiscreme mit Zwetschgencrumble: unwiderstehlich herrlich in nur 30 Minuten Arbeit
- Quittenmarmelade gehört für mich zum Herbst wie Laub und Kerzenlicht.
Quittengelee
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 3 Stunden
- Total Time: ca. 15 Stunden (inkl. Abtropfen über Nacht)
- Yield: 6 Gläser (je 250 ml)

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